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15.06.2009

Heute sollen wir endlich zum Wasserfall im Fluss kommen! Ein (fast) unüberwindbares Hindernis für die Motorboote der Caboclos, aber mit unseren Kanus soll es eine "Umfahrung/-tragung" geben. Wir sind schon sehr gespannt.

Doch zuerst liegt ein langer Paddeltag vor uns. Wir haben mehr als eine Stunde Rückstand wegen unseres Ausfluges gestern zum Wasserfall. Wieder starten wir ohne Frühstück und auch diesmal gibt es eine flache Flussschnelle, wo man ganz wunderbar frühstücken kann.

Der Tag verläuft recht ereignislos, wir treffen keinen Menschen am Fluss (Karneval ist vorbei und es sind wohl alle wieder in Manaus zum Arbeiten), nur ab und zu sieht man die verlassenen Lager der Freizeitfischer. Wir müssen heute wirklich paddeln um die Verspätung einzuholen. Einzige Abwechslung sind die Stromschnellen, naja, das Wasser rauscht und fliesst halt etwas schneller, mit "richtigen" Stromschnellen hat es nicht viel zu tun. Die Schwierigkeit besteht darin, möglichst ohne Grundberührung durch zu kommen. Aber das sind wir ja vom Faltbootfahren gewohnt. Wir sehen viele Eisvögel, ein paar Arara-Päarchen kreuzen über unseren Köpfen mit viel Geschrei den Fluss, und ansonsten gibt es nur Wald, Wald, Wald. Schön!

Lautes Rauschen kündigt den "grossen" Wasserfall an. Wir werden heute oberhalb zelten, morgen, am Ruhetag, gemütlich die Boote nach unten bringen, und erst übermorgen weiterpaddeln. Von unserem Lagerplatz hat man einen guten Blick auf den Unterlauf und auf unseren morgigen Zeltplatz.

Am Abend gibt es, mit unseren letzten verbliebenen Eiswürfeln, Caipirinhas am Lagerfeuer. Das hat zur Folge, dass ich zum ersten Mal bis zum Morgen durchschlafe :-) Mich stören keine Brüllaffen und kein Schnarchen, ich bin einfach ausgeknipst. Allerding übertönt das Rauschen des Wasserfalls sowieso alles. Fast wie Zelten an der Autobahn...

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Tag 3