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02.03.2009

Minas Gerais

Auch meine letztjährigen Berichte aus dem Urlaub haben hier angefangen. Kann ich gleich die Bilder stehen lassen :-)

Gewohnt haben wir in meiner Lieblingspousada. Es ist eben die Einzige, die ich kenne, die Hunde erlaubt... Und wie immer habe ich mich auf dem Weg dorthin verfahren. Diese Gassen sind zum Platzangst zu bekommen! Eng und steil. Kopfsteinpflaster. Wenn es regnet, keine Chance den Berg hochzufahren. Und diesmal haben wir diesteilste erwischt. Unwillkürlich haben wir uns alle nach vorne gelehnt, nicht, dass es geholfen hätte, aber sonst wäre das Auto sicher hinten übergekippt. Sicher! Und keiner hatte Zeit, zu fotografieren.

Auch zur Berg"nase" sind wir diesmal gewandert, jetzt kenn ich den Weg ja wirklich. Leider haben uns vorher die Eingeborenen etwas verunsichert. Im letzten Jahr ist es wohl einigemale zu Überfällen auf Wanderer gekommen. So werden die geführten Touren im Nationalpark nur noch mit Gruppen grösser 10 Personen durchgeführt. Aber wir wollten ja nicht im Park wandern und hatten die beiden Höllenhunde dabei. Naja, einen zumindest, Nicky taugt für Bewachungsaufgaben nun mal gar nicht. Die kann nur schnell rennen.

Nix ist uns passiert, aber bis zur Nase sind wir wegen schwächelnder Begleitung nciht gekommen. (Nein, nicht die Hunde waren k.o... ), aber es war auch so ganz schön. Die restliche Zeit haben wir mit der Suche nach achteckigen Kirchen und genehmen Restaurants verbracht. In Belo gab es den obligaten Mercado Cetral Besuch, während ich schnell mit Boris zum Impfen gefahren bin. Die Tierärztin hat sich noch an uns erinnert und sich gewundert, weil sie uns nie mehr hat spazieren gehen gesehen hat. Kein Wunder, wir wohnen in Rio :-).

Nach dem Mercado war der Lagoa in Pampulha dran, mit den Niemeyer-Bauten und den Wasserschweinen. Und hier ist dann auch die Kamera ertrunken. Die ganze Zeit hatte Boris das Wasserschwein vor ihm fixiert. Bis der Motorradfahrer hinter uns angehalten hat. Boris hat blitzschnell den Fokus gewechselt und bei der etwas sprunghaften Richtungsänderung meine Kamera, die friedlich und unschuldig am Boden lag, ins Rollen gebracht. Pechn nur, dass das Ufer steil war. Kuller, kuller, platsch. Keine Zeit für Reaktionen und dreckiges Wasser. Ich bin zum Auto gelaufen um den Regenschirm für die Bergung zu holen. Glück für Boris, dass das Krokodil an diesem Tag frei hatte. ..

Das letzte Bild:

Man sieht, das Wasser ist nicht wirklich glasklar...

Rückfahrt nach Rio ging wieder über Congonhas, fast hätten wir auch die Kathedrale auf Anhieb erreicht. Leider führte, auf Grund von zahlreichen Baumassnahmen, die Beschilderung wieder mal ins Leere, bzw. auf die allseits beliebten supersteilen Strassen. Die Befragung der Einheimischen verlief, wie immer, widersprüchlich. Und nein, es liegt nicht mehr an meinem Hörverständins. Nachdem ich die Jungs also zu Fuss zur Kirche geschickt habe und sie auch brav wieder zum Auto zurück gekommen sind, habe ich noch einen Versuch gewagt (die beiden haben erzählt, dass oben Autos stünden, es musste also einen Weg dorthin geben). Nach vielen Fehlversuchen ist es gelungen, wir kamen bis zur Kirche. Hab ich schon mal gesagt, dass ich brasiliansche Beschilderung liebe?

Bilder