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02.03.2009

Ouro Preto

Endlich mal wieder ein nettes Städtchen. Fleissige Leser werden sich auch noch an die Bilder erinnern können. Ouro Preto ist eine alte Kolonialstadt, von den Portugiesen gegründet und jetzt ca. 300 Jahre alt. Im Centro der Stadt gibt es nur alte, schön renovierte, Häuser und viele Kirchen. Das gefundene Gold wurde im Kirchenbau investiert. Auf jeden Fall hat es einen leichten europäischen Touch, wie ich mir jetzt nach 2,5 Jahren Brasilien einrede. Man kann problemlos zu Fuss unterwegs sein, die Weg sind kurz, die Kneipen nah. Einzig die Steilheit der Hügel gibt einem zu denken... Man muss beim Autofahren immer aufpassen, dass man bergauf nicht zum Stehen kommt, das Anfahren auf dem alten Kopfsteinpflaster ist fast unmöglich.

Wir haben wieder in der gleichen Pousada wie das letzte Mal übernachtet, es waren jedoch Ferien und wir haben die kleinsten Zimmer bekommen. Unser Badezimmerfenster ging ins Stiegenhaus und damit in den Frühstücksraum., hehe, und man musste das Läden des Zimmerfensters schliessen, wollte man um das Bett herumgehen. Egal. Die Lage und die spannenden Einparkmanöver haben entschädigt. Eigentlich haben nur drei Autos Platz auf dem Parkplatz am Ende der Sackgasse, durch geschicktes manövrieren gehen sich aber 9 Autos auch aus:-) Man muss rechtzeigtig sagen, wenn man wegfahren möchte, dann wird analog zu den "Türmen von Hanoj" umgeschlichtet.

Ouro Preto liegt in den Bergen, auf 1180 m und es ist etwas kühler hier oben. Ziemlich kühl. Verwöhnt vom Klima in Rio, haben wir ziemlich gefroren, obwohl wir uns in mehrere Schichten Kleidung gepackt haben. Das Thermometer sank auf unfassbare 12° am späteren Abend. So gefroren habe ich schon lange nicht mehr. Immerhin war es Boris im Auto nicht zu heiss, wenn er auf uns warten musste, weil wir essen gegangen sind. Ouro Preto gehört übrigens zum UNESCO Weltkulturerbe.

Von Ouro Preto aus sind wir zweimal nach Belo Horizonte (jaja, das Heimweh) gefahren, sonntags, um den Hippiemarkt anzuschauen und den Praça do Papa, wobei wir eigentlich auf die Serra de Curral steigen wollten, jedoch ist der Zugang jetzt durch eine Bretterwand verschlossen, und vor den Augen der Polizisten haben wir uns nicht getraut, durch ein Loch im Zaun zu klettern. Am Montag sind wir dann noch den Mercado Central besuchen gegangen, der noch immer faszinierend ist. Danach haben wir am Lagoa de Pampulha noch den Capivaras beim Planschen zugesehen. Auf einer Fahrt nach Belo haben wir noch diesen netten Huckepack-Transport gesehen:

Wenn das nicht energiesparend ist...

Eine Wanderung haben wir doch noch geschafft in Ouro Preto. Eigentlich wollten wir ja die "Nadel" besuchen, die Hermann und ich beim letzten Mal mit Hilfe eines Führers gefunden hatten. Und hätte ich nicht vorher grossartig erzählt, dass der Weg dahin ganz leicht zu finden ist, wenn man nur mal den Einstieg kennt, wären wir vielleicht auch dorthin gekommen... Dumm gelaufen. Am einzigen Abzweig haben wir uns für die falsche Richtung entschieden. Es könnte natürlich auch suboptimal gewesen sein, dass wir erst recht spät weggegangen sind. Es wird eben um 18 Uhr dunkel und wenn bis dahin nur noch 4 Stunden Zeit sind, bleibt nicht viel Gelegenheit, den richtigen Weg zu erkunden. Genug der Ausreden, mea culpa!

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Bilder