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02.09.2008

Fast pünktlich kam der Flieger von Monika und Marianne an, war ja auch ein Air France Flug. Was nicht ankam, war ihr zweiter Koffer, aber zum Glück war es nur der Koffer mit der Kleidung, und nicht der Koffer mit den Geschenken :-) NAja, auf jeden Fall war die Sache ärgerlich, wollten wir doch zwei Tage später "wirklich" in Urlaub fahren, nach Minas Gerais nämlich. Also bestand die erste Tat darin, die versprochene Entschädigung in Gewand umzusetzen, was zu grosser Begeisterung zumindest bei Marianne gesorgt hat.

Auch am nächsten Tag gab es keine Lebenszeichen vom Koffer und so machten wir uns auf, Rio zu erkunden. Über Schleichwege kämpften wir uns durch die Mata Atlântica auf den Corcovardo, wo Cristo Redentor zu bewundern ist. Glücklicherweise war an diesem Tag, einem Freitag, wenig los und es gab einen Parkplatz im Schatten. Meine Chance, auch einmal Cristo aus der Nähe zu sehen. Gemütlich, und zu einem Wucherpreis, zuckelten wir von der Mittelstation mit der Bahn nach oben, um, oben angelangt, wie eine Kuhherde mit den anderen Touristen in die richtige Richtung getrieben zu werden. Ich liebe so etwas...

Naja, man muss zugeben, so schlecht ist der Blick von da oben nicht, aber einmal gesehen reicht auch. Und man kann auch überleben, ohne es gesehen zu haben.

Unser nächster Programmpunkt war, ganz klar, der Zuckerhut. Die Schlange, die beim Kartenverkauf stand, hatte jedoch abschreckende Wirkung. Nach eingehender Beratschlagung, "Seilbahn sind wir doch schon mal gefahren, oder?", "Aussicht hatten wir schon auf dem Corcovado", ist dieser Programmpunkt ersatzlos gestrichen worden. Stattdessen haben wir uns am praia vermelha (roter Strand) am Fusser des Zuckerhutes auf eine Parkbank gesetzt, etwas getrunken und den Blick aufs Meer genossen.

Mein Plan für die Rückfahrt auf die Barra war eigentlich noch Copacaban und Ipanema anzuschauen, wenigstens im Vorbeifahren, doch leider bin ich an der (Nicht-)Beschilderung gescheitert und so sind wir am Lagoa Rodrigues de Freitas gelandet. Eigentlich auch kein schlechter Ort, nur leider gab es einen Megastau und hatten somit fast eine Stunde Zeit, uns den See zu betrachten. Ich liebe Grossstädte!

Zuhause mussten wir leider feststellen, dass der Koffer noch immer nicht da war, auch das Internet hatte keine weiteren Information für uns. Nur fiel uns auf, dass in der Spalte "Telefonnummer für Kontakt" ein "Keine Angabe" stand, obwohl Marianne dem netten Hern am Lost-Bagagge-Schalter meine Handynummer gegeben hat. Sollte dies wohl der Grund sein, warum der Koffer noch immer nicht bei uns war?

Am Samstag begann der Stress, früh aufstehen war angesagt, auf zum Agi-Training. Moni sollte am Schluss des Urlaubs auf einem Agi-Turnier teilnehmen und musste dafür wenigstens ein wenig trainieren, nicht dass Boris ihren Dialekt nicht versteht. Nach dem Trainig ging es auf nach Ouro Preto, immerhin 6 Stunden Fahrt ...

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