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20.06.2007

Der letzte Tag.

Es gibt ein Desfilee aller Mannschaften mit Fahnen. Geschenke werden getauscht und Fotos geschossen. Immerhin gibt es keine Ansprache von irgendwem...

Artur hat heute ganze Arbeit geleistet, ca. die Hälfte der Starter fliegt aus dem Agi-Lauf. Die meisten erwischt es bei den drei Tunneln, aber die Kombination 9 - 10 hat auch etwas, besonders wenn man den kurzen Weg wählt (hier ist der Parcourplan: Agi America&Caribe indiv. ). Die Nummer 5 (Tunneleingang) gehört natürlich auf den anderen Tunneleingang, sonst wäre es zuuuu leicht. Boris läuft auf Schienen, 0 Fehler, juchu! Leider wird der Lauf mit dem El im Jumping von gestern gewertet, sosnt wären wir sicher weit vorne gewesen. So müssen wir uns mit dem 4. Platz im Agi begnügen, der natürlich gar nichts wert ist.

Zwischen den Läufen dolmetsche ich für Argentinien und Hern Petitdidier. Argentinien trägt nächstes Jahr die America&Caribe aus und möchte gerne ein Open-Bewerb daraus machen. Der FCI Chef sieht dies durchaus positiv, zumal ab nächstem Jahr auch die European Open von der FCI anerkannt wird. Weiters meint er, dass der Tisch für die WM ganz aktuell ist, sollte dies irgend jemanden interessieren. Nachdem hier in Mexiko noch nicht einmal die elektronische Zeitnehmung angekommen ist (und die manuelle auch manchmal geschlafen hat), wird auch weiterhin hier kein Tisch mit Elektronik im Parcours zu finden sein.

Heute steht noch ein Jumping individuell auf dem Programm, den wir schon wieder mit einem Nuller abschliessen, 9. Platz, wird aber leider mit dem verhauten Agi von gestern zusammen gezählt. Also wieder nix. Ich muss mal an meiner Taktik arbeiten, glaube ich. Der Parcoursplan von Artur ist hier zu finden: WorldDogShowJumping . Die Tunnel 12 und 16 haben erhöhten Unterhaltungswert, ansonsten muss man halt rennen, rennen, rennen.

Als letzen Bewerb gibt es den Team-Jumping, d.h. Boris und ich haben frei, endlich. Jetzt haben wir Zeit, T-Shirts tauschen zu gehen. Ich gebe mein letztes Hemd und erhalte dafür einmal Mexico, Columbien und ein "Entrenador" von Pedigree. Jetzt bin ich gerüstet.

Am Nachmittag gibt es wie immer die Pedigree-Show. Da ich morgen früh um 1 Uhr auf den Flughafen muss, ist es meine letzte Chance, in die Stadt zu kommen. Ich drücke Val Hund und Box in die Hand und mache mich auf den Weg. Erst ins Hotel und dann in die Stadt. Die Taxifahrer vorm Hotel nehmen mich schamlos aus, die Rückfahrt in einem dieser netten Käfer kostet nur die Hälfte.

So sieht es von innen aus:

Man beachten den Fernseher!

In der Stadt wimmelt es von Polizisten, nach einiger Zeit wird auch mir klar, warum. Shakira gibt ein Open-Air Konzert, deswegen der Menschenauflauf und die Absperrgitter. Gegen die brasilianischen Grossstädte wirkt Mexiko-Stadt irgendwie ruhiger, was aber natürlich daran liegen kann, dass Sonntag Abend ist. Nach 2 Stunden beginnt die Dämmerung und ich mache mich wieder auf den Heimweg, man soll sein Glück ja nicht herausfordern... zumal mich schon ein paar Mexikaner angequatscht haben, einer davon schon reichlich betrunken, und ich mir echt schwer getan habe, sie wieder loszuwerden.

Endlich habe ich die Stadt gesehen!

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