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Seit Sonntag bin ich nun schon hier und habe mich schon fast daran gewöhnt, dass es 30° C hat :). Aber angeblich wird es im richtigen Winter noch kälter, ich lass mich überraschen.

Auch Boris hat den Flug gut überstanden, er war wohl der einzige, der gut geschlafen hat, zumindest war er am nächsten Tag sehr fit. Beim Einchecken hatte ich einige Bedenken, zumal der Mensch am Schalter sehr verwundert war, dass Boris kein Beruhigungsmittel bekommen hatte, nur Bachblüten (danke Ruth!). Aber es ist alles gut gegangen. Als ich mein Schatzi wieder bekommen habe, hat er vor lauter Freude den ganzen Flughafen von Rio zusammengeschrieen, es haben dann alle gewusst, dass ich mit Hund unterwegs war :).

Die Autofahrt von Rio bis hierher nach Belo Horizonte ging glatt, unterwegs haben wir an einer Hunde-Bar angehalten um uns zu stärken. Der Besitzer der Bar züchtet Boxer, Labradore, Beagles und Schiperke, hat ausserdem eine Hundepension, momentan ca. 60 Hunde und sehr kaltes Bier.
Apropos Bier. Es ist hier üblich, eine Flasche für den ganzen Tisch zu bestellen, ist die Flasche leer, bestellt der nächste. Das hat den grossen Vorteil, dass man total den Überblick verliert...

Hier gibt es nur kleine Schosshündchen (und extra Hundefutter für Indoor-Hunde) oder richtige grosse Hunde, die von Hausangestellten spazieren geführt werden. Boris ist allseits beliebt, er hat schon Kekse vor dem Supermarkt bekommen (weil er sooooo hungrig war) und 5 Leute haben schon nach seiner Rasse gefragt. Er kann auch problemlos die anderen Rüden auf brasilianisch anpöbeln... ich tu mir mit der Sprache etwas schwerer.
Ansonsten ist es hier fast wie in Europa, im Supermarkt stehen die selben Marken, Omo, Ariel, Nivea, sogar ein Erdinger Weissbier gibt es im Markt um die Ecke, der aber nicht wirklich gross ist. Es gibt auch das übliche Gemüse, dass ich hier nicht so erwartet hätte, wie Weiss- und Rotkraut, Lauch etc. Und natürlich die tollen tropischen Früchte, die in D/A/Ch so unverschämt teuer sind :)
Der Verkehr in der Stadt ist atemberaubend, Fussgängerstreifen haben maximal dekorative Funktion. Man muss als Fussgänger schnell sein und ein Gespür, wer wann whin abbiegen möchte. Zum Glück sind die meisten Strassen Einbahnstrassen, so muss man sich nur auf eine Richtung konzentrieren. Ausserdem ist es für den Autofahrer leicht möglich und vielfach praktiziert auf der linken Spur dann doch nach rechts zu fahren, der auf der rechten Spur nimmt das selbe Recht in Anspruch. Auf der mittleren wird manchmal gerade aus gesteuert, aber es kann auch zu spontanen Abbiegemanövern kommen. Immerhin bleiben sie meisten stehen, wenn die Ampel rot ist. Tagsüber zumindest. Nachts sollte man aber sowieso nicht zu Fuss unterwegs sein, und wenn, dann ohne Geld, Schmuck, Tasche, dafür mit einem Boris. Sooft mich sein Wachhund-Gehabe sonst gestört hat, hier bin ich richtig froh darüber. Unser Haus ist mit einem hohen Zaun gesichert, oben darauf sind noch zusätzlich Elektrodrähte gespannt, eine Alarmanlage gibt es natürlich auch, Hermann hat sie auch schon 3 mal ausgelöst :) Immerhin gibt es hier keinen Wachmann, so etwas leisten sich nur die Hochhäuser. Und unser Haus hat nur 8 Wohnungen und 5 Stockwerke. Hauptsache, wir haben die Dachwohnung mit Jacuzzi :).
Für alle google-earth-Benutzer: die Koordinaten: S 19°56,365'; W 43°56,685', dort ist der Pool.


Liebe Grüsse aus der Ferne,
Cornie, Hermann & Boris


und so sieht der Rundum-Blick aus:

Für alle, die es interessiert: Ricki geht es bei meinen Eltern besser als jemals zuvor, es wird berichtet, dass sie jeden Morgen lacht. Bei uns hat sie nur ganz, ganz selten gelacht. Ich finde es toll, dass es ihr so gut geht und denke, es war die richtige Entscheidung.
Und natürlich, noch einmal vielen Dank für die Abschiedsgeschenke! Die Schoggi und der Wein haben mich über die letzten Schweizwochen gerettet, das war Stress pur...
So, jetzt muss ich den Pool saubermachen, welch eine Anstrengung :)

Bilder